Der Kräutergarten als Biotop

Stockentenpärchen

Das Gelände des "Hürther Kräutergartens" ist im Umweltleitplan der Stadt Hürth als Biotop ausgewiesen. Hürth verfügt wegen seiner langen Geschichte als Siedlungsraum über keine ursprünglichen Biotope mehr. Die Landschaft wurde durch den Ackerbau und den Braunkohleabbau mehrfach stark überformt. Um so wichtiger ist es für die Menschen, die hier wohnen, daß der Natur auch mitten in der Stadt Raum gegeben wird. Vor ca. 15 Jahren wurde ein Teil des Schulhofes des Albert-Schweitzer-Gymnasiums durch einen Zaun abgetrennt, um ihn als Schulgarten zu benutzen. Eine Hecke wurde gepflanzt und viele Schülergenerationen haben versucht, aus diesem Stück Schulhof einen Garten zu machen. Bauschutt im Boden, Kaninchen, Vandalismus und andere Probleme ließen die Projekte immer wieder im Sande verlaufen. Doch die Natur nahm sich in diesem abgeschlossenen Stück was ihr gehörte.

Für uns ist es eine große Herausforderung, den Kräutergarten so behutsam zu gestalten, dass das Gelände weiter als Biotop bezeichnet werden kann. Darüberhinaus soll es seinen Beitrag zur Umweltbildung leisten und Mut für die Gestaltung weiterer Biotope machen.

Da man nur bewahren und fördern kann, was man kennt, ist es eine wichtige Aufgabe für uns, die Artenvielfalt des Biotops zu dokumentieren, soweit das biologisch interessierten Laien möglich ist.

Veilchen

Durch das Albert-Schweitzer-Gymnasium wurde im vergangenen Jahr ein Teich als Feuchtbiotop angelegt. Der Bereich soll sich selbst besiedeln. Das Wasser lockt natürlich viele Tiere in den Garten und bietet jede Menge Möglichkeiten, Natur zu beobachten und zu verstehen, ergibt aber auch viele Probleme.


Text und Fotos©: Annett Ossenkopf
HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf
Letzte Änderung: 6.5.2000
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Hürther Kräutergarten